Viktoria Spielmann

Frauensprecherin der Grünen Wien

Viktoria Spielmann

Welches Thema liegt dir besonders am herzen?

Frauen* sind keine homogene Gruppe, sondern haben unterschiedliche Lebensrealitäten. Mir ist es daher sehr wichtig in meiner feministischen Arbeit, unterschiedliche Lebensrealitäten der Frauen* sichtbar zu machen und dementsprechend an politischen Rahmenbedingungen zu arbeiten, die auf diese unterschiedlichen Lebenslagen eingehen. 

So hat eine Frau*, die im Niedriglohnsektor in Teilzeit arbeitet und 3 Kinder hat, andere Bedingungen als eine Frau* in einer Topmanagment Position oder eine Frau*, die gerade in Österreich angekommen ist und von sexualisierter Gewalt im Krieg oder auf der Flucht traumatisiert ist. Mein Herzensanliegen bleibt jedoch der Einsatz für die ökonomische und soziale Unabhängigkeit von Frauen*, denn nur so können sie ein freies und selbstbestimmtes Leben führen.

welche politischen vorbilder hast du?

Da gibt es einige: Rosa Luxemburg wegen ihrer revolutionären Ideen und ihrer ökonomischen Expertise. Käthe Leichter, die sich in der Arbeiter:innenbewegung des frühen 20. JH für die Sichtbarkeit der Arbeiterinnen stark gemacht und die AK Frauenabteilung begründet hat. Johanna Dohnal für ihre Widerständigkeit und den Willen, große politische Veränderungen zur Verbesserung der Lage von Frauen in Österreich durchzusetzen – auch gegen die eigene Partei. Und natürlich Greta Thunberg: Diese junge Frau hat bereits die Welt verändert und eine ganze junge Generation an Menschen zu einer wirkmächtigen Klimabewegung formiert. 

was bedeutet (feministische) politik für dich?

Feministische Politik bedeutet für mich Umverteilung von Macht, Geld, Vermögen, Zeit und Arbeit zugunsten der Frauen*. Feminismus bedeutet für mich an einer neuen Gesellschaft zu bauen, die frei von Rollenzwängen und Geschlechterstereotypen ist. Feministische Politik bedeutet, sich kompromisslos für Geschlechtergerechtigkeit auf allen Ebenen und in allen Politikbereichen einzusetzen.

Was treibt dich an?

fahrrad oder öffis? facebook oder twitter?

Wofür wirst du schwach?

Der Kampf für soziale Gerechtigkeit. Solange es ein kapitalistisches Wirtschaftssystem gibt, solange wird es Ausbeutung der Vielen und Profite für die Wenigen geben. Das muss sich radikal ändern – vor allem auch wegen der dahinterliegenden Geschlechterverhältnisse, denn Frauen* besitzen nichtmal 1% des Weltvermögens. Diese Produktionsweise beutet aber nicht nur Marginalisierte und Lohnabhängige aus, sondern auch die Natur. Deshalb muss Klima- und Frauen*politik antikapitalistisch sein!

Ich fahre sowohl mit dem Fahrrad als auch mit den Öffis. Vorzugsweise aber je nach Jahreszeit. Im Winter ausschließlich Öffis. Gehe aber auch gerne zu Fuß, weil ich da gut nachdenken kann.
Ich bin sowohl auf Facebook als auch auf Twitter. Aber häufiger bin ich auf Twitter vorzufinden, auch wenn das Medium nicht gerade leicht verdaubar ist.

Definitiv Schokolade. Bad habit.

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„Keine Sozialpolitik ohne Feminismus und kein Feminismus ohne Fokus auf die soziale Dimension! Beides ist untrennbar miteinander verbunden!“

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