Internationaler Tag der Sexarbeiter:innen

„Die Menschenrechtsstadt Wien muss Sexarbeiter:innen vor Diskriminierung und Stigmatisierung schützen!“ Viktoria Spielmann


Am Internationalen Tag der Sexarbeiter:innen plädieren die Grünen Frauen Wien einmal mehr für eine Entstigmatisierung von Sexarbeiterinnen und für eine Politik auf Augenhöhe, die die Rechte von Sexarbeiterinnen fördert, statt sie zu beschränken.

„In Wien ist Prostitution zwar nicht verboten, aber mit zahlreichen Einschränkungen, Ver- und Geboten reguliert. Viele Bestimmungen diskriminieren und kriminalisieren Sexarbeiterinnen und fördern Illegalität und Ausbeutung für Frauen, die der Sexarbeit nachgehen.“ Viktoria Spielmann

Erst im Jänner 2023 wurde das Wiener Prostitutionsgesetz ohne Begutachtungsfrist und Einbeziehung von Sexarbeiter:innen Organisationen im Schnellverfahren novelliert. Die Novelle schlägt einmal mehr in die Kerbe, dass Sexarbeit über Sicherheitspolitik durch strenge Gesetze, strenge Polizeikontrollen und Strafen reguliert werden soll. „Die Novellierung des Wiener Prostitutionsgesetzes trug weder zu einer Entstigmatisierung bei, noch beinhaltete es nennenswerte Verbesserungen für die Arbeitsbedingungen der Sexarbeiterinnen.“ so Spielmann. „Die Stadt Wien muss hier genau hinschauen und den Schutz von Sexarbeiterinnen sicherstellen. Aus unserer Sicht muss die Steuerungsgruppe Prostitution, die unter rot-grün eingeführt wurde, wieder eingesetzt werden. Die Steuerungsgruppe Prostitution ist deshalb so wichtig, weil sich alle relevanten Akteur:innen in dem Bereich (Stadt, Verwaltung, Polizei, Beratungsstellen und betroffene Gruppen) regelmäßig getroffen haben, um Probleme und Lösungen in dem Bereich zu besprechen.“ so Spielmann. 

„Desweiteren sprechen sich die Grünen Wien für die Verbesserung der Infrastruktur an jenen Orten aus, an denen Sexarbeit auf der Straße stattfinden darf: „Um Sexarbeiter:innen besser zu schützen, braucht es Rückzugsorte ohne Konsumpflicht und leicht erreichbare sanitäre Anlagen.” Viktoria Spielmann