Bezirke
Navigation:
am 26. Juni

Hilfspaket für Sexarbeiter*innen notwendig

Barbara Huemer - Anlässlich des Internationalen Hurentags am 2. Juni forderten die Grünen Frauen Wien ein Hilfspaket für Sexarbeiter*innen. Denn die Corona-Krise hat auch Sexarbeiter*innen schwer getroffen

Die Coronakrise hat die Lebens- und Arbeitssituation von Sexarbeiter*innen verschärft. Die Existenz von vielen Sexarbeiter*innen ist bedroht. Für viele Sexarbeiter*innen geht es ums nackte Überleben. Die wirtschaftlichen Unterstützungen der Bundes- und Landesregierungen gehen an der Realität der Sexarbeiter*innen vorbei. Es bedarf dringend eines eigenen Hilfspakets für Sexarbeiter*innen, das gemeinsam mit den Expertinnen der Selbsthilfeorganisationen und Beratungsvereinen geschnürt wird.

Ich bin froh, dass in Wien zumindest Beratungsvereine für Frauen* und Männer in der Sexarbeit wie LEFÖ und SOPHIE durch eine problembewusste Förderpolitik der Stadt gut abgesichert werden konnten. Damit sind für Sexarbeiter*innen die Anlaufstellen weiterhin gut erreichbar und können auch online Hilfe und Unterstützung gewährleisten. Was allerdings fehlt, sind Kompensationsmöglichkeiten für fehlendes Arbeitseinkommen. Hier muss noch Hilfe geschaffen werden, auch wenn mit 1. Juli Sexarbeiter*innen wieder ihre Dienste anbieten dürfen.

Die Grünen Frauen Wien unterstützten den Protest von Sexarbeiter*innen, NGOs und Selbstorganisationen, die in einer Kundgebung am Heldenplatz rasche ökonomische Hilfe gegen den Einkommensverlust während des Corona-Lockdowns und die sofortige Aufnahme der Kontrolluntersuchungen der Gesundheitsbehörden forderten.