Elfriede Tungl
1922 – 1981
Bauingenieurin, Professorin TU Wien

Frauen in wieden
Im Jahr 1940 inskribiert Elfriede Tungl als 18-Jährige Mathematik, Physik und Chemie an der Uni Wien. Ein Jahr später wechselt sie an die Technische Hochschule (TH/ Wien) und studiert dort bis 1948 Bauingenieurwesen. Sie ist die erste Frau, die in diesem Fach eine Dissertation verfasst. 1950 erhält sie ihren Doktortitel.
Danach sammelt Tungl Erfahrung im Brückenbaudienst der Generaldirektion der ÖBB. Nach zwei Praxisjahren kehrt sie 1952 an die TH Wien zurück. Als Hochschulassistentin befasst sie sich mit Fragen zur Flächentragwerkstheorie. 1963 habilitiert sie sich als erste Frau in ihrem Fachgebiet, der Elastizitäts- und Festigkeitslehre. Damit ist sie die zweite Frau, die an der TH in Wien eine Lehrbefähigung erhält. Von 1965 bis 1968 arbeitet sie als Gastprofessorin in den USA (San José College, Stanford University).
1973 wird Elfriede Tungl als erste Frau zur außerordentlichen Professorin ernannt und ins Kollegium aufgenommen. Sie ist Leiterin der Abteilung für experimentelle Spannungs- und Dehnungsmessung am Institut für Elastizitäts- und Festigkeitslehre. Aus gesundheitlichen Gründen wird Elfriede Tungl 1975 in den vorzeitigen Ruhestand versetzt.
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