Edith Tudor-Hart (geb. Suschitzky)
1908 – 1973
Fotografin

Frauen in wieden
Auf der Wieden wohnte sie in der Petzvalgasse 4.
Ihr Vater und ihr Onkel gaben in ihrem Verlag „Anzengruber Verlag Brüder Suschitzky“ unter anderem kritische Schriften von Rosa Mayreder heraus und hatten eine Buchhandlung in der Favoritenstraße. In dieser Buchhandlung lernte Edith Suschitzky ihre Jugendliebe, den Kommunisten Arnold Deutsch, kennen, der ihr den Prototyp einer Rolleiflex-Kamera schenkte. Edith Suschitzky absolvierte in den 1920er Jahren eine Ausbildung zur Montessori-Pädagogin. Nachdem sie einige Jahre in diesem Beruf tätig gewesen war, nahm sie im Jahr 1929 das Studium der Fotografie am Bauhaus in Dessau auf.
In England, wohin sie 1933 mit ihrem Ehemann, dem englischen Arzt Alexander Tudor-Hart, übersiedelt war, arbeitete sie als Fotoreporterin für verschiedene Zeitungen, fotografierte Bergarbeiter und Elendsviertel.
Sie führte ein Doppeleben als Agentin für die Sowjetunion und rekrutierte Spione. Selber war sie als Kurierin tätig. Sie lebte all die Jahre in England, wo sie 1973 starb.
Berühmte Fotografin, Spionin für die Sowjetunion und alleinerziehende Mutter – Edith Tudor-Hart führte nicht nur ein bewegtes Leben, sondern hinterließ auch ein beachtliches Œuvre. Das Wien Museum Karlsplatz zeigte dieses 2013/2014 in einer Ausstellung.
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